EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Oberaden von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Am 1. Mai 1905 eröffneten die Königlich Preußische Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) ihre zunächst eingleisige und 77 Kilometer lange Strecke zwischen den Rangierbahnhöfen Oberhausen-Osterfeld Süd und Hamm (Westf). Sie wurde zu Entlastung des Eisenbahnnetzes im Ruhrgebiet gebaut.

Das Empfangsgebäude Oberaden

Das traufenständige, zweistöckige und mehrgliedrige Stationsgebäude im Heimatstil mit beidseitigem Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) hatte im Nordosten einen giebelständigen, einstöckigen Backsteinanbau, dessen verputzte Giebelseite drei unterschiedlich hohe Segmentbogenfenster mit Backsteinrahmen besaß. Hinter ihm schloss sich ein weiterer einstöckiger, traufenständiger Backsteinanbau an. Das Erdgeschoss des zweistöckigen Hauptgebäudes war aus Backstein errichtet worden. Ein Fachwerkanbau für den Güterschuppen im Südwesten ergänzte das Gebäude. Auf dem Hausbahnsteig war ein Anbau mit Zwiebeldach für den Stationsvorsteher entstanden. Das auskragende Obergeschoss und die Giebel der Risalite bestanden aus Fachwerk. Die Gebäudeteile besaßen teils Walm-, teils Satteldächer. Im Erdgeschoss gab es die üblichen Räume mit Wartesaal und Fahrkartenausgabe sowie weitere Diensträume. Im Obergeschoss befanden sich Dienstwohnungen. Das Stationsgebäude gleicht in seiner Bauweise dem im Bahnhof Pelkum. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Kopframpe (OK) besaß. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1912 wurde das zweite Streckengleis verlegt. Am nordwestlichen Bahnübergang entstand ein Stellwerksgebäude [Of]. Am 28. September 1938 begann die Zeche „Haus Aden“ mit dem Abteufen von zwei Schächten um die Steinkohlevorkommen im Oberaden zu erschließen. Die Kohleförderung startete aber erst 1943. 1967 installierte die Deutsche Bundesbahn (DB) auf der Gesamtstrecke eine Oberleitung und baute ein neues Stellwerksgebäude für ein modernes Stellwerk. Den Personenverkehr zwischen Hamm (Westf) und Gelsenkirchen-Buer stellte die DB am 29. Mai 1983 ein. 2012 legte die Deutsche Bahn AG (DBAG) das Stellwerk von 1967 still. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das nicht mehr benötigte Wärterhaus neben dem Bahnübergang wurde von einer Privatperson erworben und wahrscheinlich zu einem einstöckigen Gebäude mit Vorbau und Walmdach als Buchhandlung inklusive Kiosk umgebaut. Das Fachwerk des alten Wärterhauses ist heute noch zu sehen. Das Empfangsgebäude wurde wahrscheinlich 1986 abgerissen.
Bahnhof von 1905
Luftaufnahme
Bilder Oberaden
Bahnhof von 1905

Bahnstation Oberaden

Oberhausen - Hamm Oberhausen-Osterfeld Süd Hamm (Westf) Hbf Planung und Konzession
Die Eisenbahn “kam” am 1. Mai 1905 nach Oberaden. Also 70 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Oberaden hatte zu diesem Zeitpunkt 1.579 Einwohner (Ende 2020 waren es 48.919 Einwohner). Oberaden ist seit 1968 ein Stadtteil von Bergkamen.